REZENSIONEN zur türkischen Literatur:
Mordsfakultät in Deutschlandradio Kultur am 14.11.2008
Rezensionstext Hörbeitrag
Funkhaus Europa: Rezension
Wie-ich-will.de: Kurzrezension
Frankfurter Rundschau Interview
Frankfurter Reisebericht in Deutschlandradio Kultur am 13.10.2008
Rezensiosntext Hörbeitrag
Frankfurter Rundschau: Rezension
Frankfurt Allgemeine Zeitung: Rezension
Die Welt: Rezension
Stehlen Sie dieses Buch! in Deutschlandradio Kultur am 31. März 2008
Rezensionstext
"Ein verrückter Baum" in Deutschlandradio Kultur, 08.02.2007
Rezensionstext
“DER WANDERER” in Deutschlandradio Kultur, 05.12.2006
Rezensionstext
Pamuk am Tatort Frankfurt
Kölner Stadtanzeiger
VON ROLAND MISCHKE, 15.11.06:
Von Bedeutung für den Nobelpreisträger ist auch die Wahlfrankfurterin Beatrix Caner, eine 51-jährige Verlegerin und Übersetzerin aus dem Türkischen. Die gebürtige Ungarin ist mit einem Türken verheiratet und leitet den Verlag Literaturca, der sich ganz der Vermittlung türkischer Literatur an ein deutschsprachiges Publikum verschrieben hat. Sie vertritt schon seit längerem die Ansicht, dass es „türkische Literaten von Weltniveau“ gebe, von der auch Pamuk inspiriert sei. Er sei ja „nicht aus dem Nichts entstanden, er hat türkische Literaten als Vorbilder“, erklärt Beatrix Caner.
Ihre große Hoffnung ist die Wirkung dieser eindeutig politischen Entscheidung auf das deutschsprachige Publikum. Wenn es Pamuks Bücher liest, hofft sie, werde es „die Türkei als Literaturland“ entdecken und „neugierig werden“. Damit könnte viel mehr erreicht werden für den Weg der Türkei nach Europa als durch die EU-Verhandlungen.
F.A.Z., 15.09.2006, Nr. 215, S. 46:
Wolfgang Günter Lerch: Beatrix Caner / Zugeflogen
Das Türkische, sagt sie, sei ihr im Grunde zugeflogen. Das gibt es: Menschen, die eines Tages bemerken, daß sie eine Neigung zu einer fremden Sprache haben, deren Erlernen sie kaum Mühe kostet. Jean-Francois Champollion, der Entzifferer der ägyptischen Hieroglyphen, arbeitete sich so intensiv in das Koptische ein, daß er behaupten konnte: "Ich rede koptisch mit mir selbst." mehr...
Neue Zürcher Zeitung, 19. August 2006:
Martin Zähringer: Nicht auf die Opferrolle festgeschrieben - Türkische Frauen in der Literatur
“MYSTIK UND MATRIARCHAT
Fast schon kulturversöhnend wirkt die Literatur der jungen Migrantin Elif Shafak auf das gespaltene Lesepublikum der Türkei, meint die Herausgeberin und Übersetzerin Beatrix Caner, die seit fünf Jahren im Frankfurter Literaturcaverlag Literatur aus der Türkei publiziert. Elif Shafak ist in Strassburg geboren, im westlichen Ausland aufgewachsen und ausgebildet (sie lehrt in den USA) und wird sowohl vom modernen türkischen Publikum wie von den Traditionalisten gelesen. Von Letzteren erhielt sie den religiösen Mewlana-Preis. mehr...
F.A.Z., 27.07.2006, Nr. 172 / Seite 29:
Wolfgang Günter Lerch: Angeklagt: Elif Shafak „Der Bastard von Istanbul“
“Historische „Spurensuche“ in der Gegenwart
Shafaks Vorbilder sind der Philosoph Walter Benjamin, der nach seinen jüdischen Wurzeln grub, und der türkische Autor Ahmet Hamdi Tanpinar (1901 bis 1962), der lange verkannt war, heute aber mit seinem Roman „Huzur“ („Harmonie“) als einer der Großen der türkischen Moderne gilt. Wie Tanpinar, versucht Elif Shafak eine historische „Spurensuche“ in der Gegenwart, die auch in die Zukunft weisen kann, eine Spurensuche, die sich jenseits der festgefahrenen Meinungen zur Geschichte und zur Sprache bewegt. Besondere inhaltliche Schwerpunkte sind die türkische Mystik, vor allem in jener Variante, die auf den großen Sufi-Poeten und Denker Mevlana Celalettin Rumi (1207 bis 1273) zurückgeht (Elif Shafak erhielt den Mevlana-Preis 1998), das Verhältnis zwischen Muslimen und Juden sowie die Konfrontation mit der Moderne.
Fast jedes Jahr ist ein Roman von ihr herausgekommen, an deutschen Übersetzungen hapert es einstweilen noch. Im vorigen Jahr veröffentlichte der Eichborn Verlag „Die Heilige des nahen Irrsinns“, im Jahre 2004 hat der kleine, aber ambitionierte Frankfurter Verlag Literaturca in der Übertragung von Beatrix Caner den Roman „Spiegel der Stadt“ („Sehrin aynalari“) vorgelegt. Derselbe Verlag plant auch Publikationen von und über ihr Vorbild Ahmet Hamdi Tanpinar.”
taz, 22.4.2006, S. 35 (TAZ-Bericht):
MARTIN ZÄHRINGER
“Beatrix Caner und Mesut Caner verbinden in ihrem Verlag ebenfalls das Übersetzen mit der Pioniertätigkeit für den deutschsprachigen Markt. In Frankfurt am Main haben sie vor fünf Jahren "Literaturca. Verlag für türkische Literatur" gegründet. Beatrix Caner übersetzt selbst und präsentiert demnächst auch eine Monografie über einen der wichtigsten Modernen, Ahmet Hamdi Tanpinar, von dem bereits Erzählungen vorliegen. Der Zweck des Unternehmens ist die Übersetzung "der besten Literatinnen und Literaten aus der Türkei".
Zu empfehlen sind: Erendiz Atasü mit einem realistischen Erzählband, Cetin Öner mit einem Roman über einen Tscherkessenjungen, der sich für ein Pferd hält und Feyza Hepcilingirler, die subtile psychologische Porträts moderner Menschen entwirft. Elif Shafak, eine aufstrebende Autorin der jungen türkischen Szene, liegt im Literaturca Verlag mit dem etwas mystischen Spätmittelalterroman "Spiegel der Stadt" vor."

