



Die literarische Strömung Ikinci Yeni (Zweite Neue) war in den 1950-er Jahren ein dynamischer literarischer Aufbruch in der Türkei, der die vorhergehende Protestbewegung Garip (Fremdartig) auf einer anderen Ebene und mit klassischen Mitteln der Dichtkunst fortsetzte. Die prominentesten Vertreter dieser Strömung waren - zum Teil anders als bei der Garip-Bewegung - Bürgerliche mit einem recht sicheren materiellen Hintergrund und zum Teil in hohen staatlichen Ämtern oder gar Offiziere der türkischen Armee. Dennoch gelten sie bis heute als radikal sozial und politisch fortschrittlich. Um die Kerngruppe, die aus Dichtern bestand, scharten sich mehrere Prosaisten, so auch die Erzählerin Tomris Uyar. Tomriy Uyar war mit der Gruppe auch privat eng verbunden, ja geradezu die Muse dieser Dichtergeneration.
Das 1983 in der Redaktion der legendären Literaturzeitschrift Varlık von Tomris Uyar mit den Dichtern Edip Cansever. Cemal Süreya und Turgut Uyar geführte Interview gibt einen umfassenden Einblick in die künstlerische EInstellung der Gruppe. Lesen Sie bitte das Interview im Original hier.

