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Helmuth von Moltke, der zu Zeiten Reschit Paschas im Osmanischen Reich als militärischer Berater tätig war, berichtete viel interessantes über diesen Großwesir, dem- gegenüber er offenbar Sympathien hegte. In Moltkes Buch Unter dem Halbmond widmet er sich dem Großwesir Reschit Pascha, den er wohl auch unterstützt hatte, er beschreibt auch dessen Feinde: fundamentalistische Wesire und rückständige Gruppen am Sultanshof. Über Reschit Pascha, der häufig unter dem Namen Koca Reschit Pascha (der große Reschit Pascha) genannt wird, wird Interessantes berichtet. Bereits unter Sultan Mahmut II. (1808-1839) erlangte er ein ungewöhnliches, geradezu geniales staatsmännisches Format. Während er in London und Paris Botschafter war, lernte er Europa durch längere Aufenthalte kennen, sah aber auch, wie zerbrechlich das Osmanische Reich geworden ist. Ihm ist es zu verdanken, dass das Reich noch einige Kriege und Krisen überlebt hat. Er hat die Integration europäischer Flüchtlinge, die Organisierung der Jungtürken, ihre Zuflucht in Paris in die Wege geleitet und damit die Richtung des Osmanischen Reiches besiegelt. Er regelte viele Staatsakte lange vorausschauend, wie ein exzellenter Schachspieler.
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