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Für das türkischsprachige Band Istanbul Büyüsü (Magie Istanbuls, deutscher Titel: Der Beginn einer Liebe) wurden Ezählungen ausgesucht, die im Herzen der Weltmetropole, meist in den früher von christlichen und jüdischen Minderheiten bewohnten Stadtteilen
Beyoglu, Pera, Galata und Taksim, einem Lebensgefühl nachspüren, die der Begriff “nostalgisch” nur annähernd beschreibt. Was in Fragmenten der Stadt gelegentlich noch sichtbar und fühlbar ist, ist eine Lebensweise, die
für Istanbul typisch war und
teilweise noch ist: ein tolerantes und kultiviertes Miteinander der Weltreligionen und ethnischen Gruppen. Zugleich steht dieser vergehenden Welt, dieser morbiden Atmosphäre die betont existentialistische Haltung des Autors Demir Özlü wie ein Kontrapunkt gegenüber: der Schmerz des “In-die-Welt-geworfen-seins”, die Unmöglichkeit, sich in den aktuellen Gegebenheiten zurecht zu finden und ein glückliches Leben zu leben. Was bietet da überhaupt noch Trost?
Natürlich die Liebe! Die Liebe zu einzelnen Menschen und zu einer Stadt, die mehr ist, als ihre dem Verfall anheimgegebenen prächtigen Gebäuden... So wird und wirkt die Titelgeschichte, Der Beginn einer Liebe,
programmatisch - eine beginnende Liebe zu dieser faszinierenden Stadt.
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