
Ayla Kutlu, geboren 1938, ist die große Chronistin der Region Antiochien, heute Antakya. In ihrem Gesamtwerk thematisiert sie die Geschichte dieser ethnisch und religiös seit der Antike bedeutenden Gegend. In ihren Erzählungen und Romanen stellt sie die Menschen und ihre Geschichten vor. Es sind Geschichten, die immer mit den historischen Ereignissen in Verbindung stehen.
Aus dem Nachwort:
Wenn man die Erzählungen der türkischen Autorin Ayla Kutlu (1938) liest, drängt sich immer wieder eine zentrale Frage auf: Wie viel Leid kann der Mensch ertragen? Offenbar sehr viel, vor allem, wenn die historischen Ereignisse ihm keine andere Wahl lassen. Ayla Kutlus Erzählungen schöpfen aus dem wahren Leben und aus der Geschichte der Türkei. (...)
Ayla Kutlu hat offenbar sehr früh begriffen, welche Werte die ehemals so vielfältige Kultur dieser Gegend in sich barg - vielleicht in Ansätzen noch immer birgt - und hat angefangen, systematisch zu erfassen, was vorhanden war. Sie wurde zu einer authentischen Chronistin dieser Region und sie dokumentiert die Geschichte in literarischer Form. Daneben verfügt sie über eine einmalige Privatsammlung von Handwerkskunst dieser Gegend – ein Schatz, der bisher noch nicht die angemessene Aufmerksamkeit und Würdigung gefunden hat.
Mögen ihre Bemühungen zu einem friedlichen Zusammenleben aller Nationen und aller Religionen erfolgreich sein und Früchte tragen.
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