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PINAR KÜR 1943 in Bursa geboren, besuchte sie in New York die Schule, studierte an der amerikanischen Universität in Istanbul und promovierte an der Sorbonne (Paris) im Fach Literatur- und Theaterwissenschaften. Ihre ersten Werke wurden in der Türkei verboten. Heute ist sie eine der besten Literatinnen ihres Landes, lite- rarisch ist sie eine Kategorie für sich.
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MURAT GÜLSOY 1967 in Istanbul geboren, ist Gülsoy ein hochkarätiger Literat der jüngeren Generation und sieht sich in erster Linie in der Tradition der Weltliteratur. Natürlich ist für ihn auch die beste türkische Literatur Vorbild. Seine Erzählungen sind literarische Abenteuer im besten Sinne des Wortes, Köstlichkeiten, die man nur noch selten findet.
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AHMET HAMDI TANPINAR Ihren Höhepunkt fand die türkische Moderne in der genialen Künstlerpersönlichkeit Ahmet Hamdi Tanpi- nars (1901-1962). Als Romancier stand er und sein Meisterwerk, der Roman Huzur (Harmonie), im Banne Marcel Prousts Auf der Suche nach der verlorenen Zeit. Aber er ließ sich auch von Baudelaire, Mallarmé und Valéry beeinflussen.
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ELIF SHAFAK 1971 in Straßburg geboren, wuchs Elif Shafak als Tochter einer türkischen Diplomatin in der Türkei, in Spanien und in Frankreich auf. Das ermöglicht ihr einen distanzierten und kühlen Blick auf die Türkei. So kann sie die türkische Literatur mit den Maßstäben kritischer Europäer werten und ihre eigene Position klar abgrenzen.
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TOMRIS UYAR 1941 - 2004 (Istanbul), eine der besten Erzählerinnen der Türkei, politisch und literarisch aktiv, eine Autorin, die neue Maßstäbe setzte. Ihre sürrealen Geschichten führen in die Tiefen der Seele und beleuchten ihre geheimsten Aspekte. Sie war eine Ausnahmepersönlichkeit und eine aus tiefster Über- zeugung gespeiste Menschlichkeit charakterisierte ihr Leben.
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AYLA KUTLU Jahrgang 1938, die große Chronistin der Region Antiochien. In ihrem Gesamtwerk thematisiert sie die Geschichte dieser weltgeschichtlich bedeutenden Gegend. In ihren Erzählungen und Romanen stellt sie die Menschen und ihre oft tragischen Geschichten vor - immer mit den historischen Ereignissen der Welt verbunden.
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BILGE KARASU (1930 - 1995) In den USA wurde er mit dem Pegasus Literaturpreis geehrt, der nur alle 10 Jahre für den besten Literaten der Welt vergeben wird. Seine Werke lesen sich wie prophetische Texte, die vor der dunklen Zukunft unserer Generation warnen. Ein Literat der Sonderklasse.
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SADIK YALSIZUCANLAR Derwisch und Filmemacher, Dichter und Mystiker. Seine Texte sind poetisch, geradezu zauberhaft und zugleich von einem tiefen, ernsthaften Wissen getragen. Er entführt seine Leser in eine andere Welt, in eine Welt der Entzückung.
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FÜSUN AKATLI (1944 - 2010) Sie war Bilge Karasus Schülerin, Philoso- phin, Kritikerin, Regisseuerin und Dozentin. Sie hat durch ihre kritische politische Haltung das Bewusstsein für die kulturellen Werte gestärkt und die herrschende türki- sche Elite immer wieder an ihre Pflicht, Kultur zu fördern, erinnert. Neben ihren Texten sind ihre Interviews sehr bedeutend.
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kücük iskender (1967) er gilt als anarchistischer Dichter und Rebell, der seinen Weg in der Literatur und im Leben konsequent geht. Die bürgerliche Lebensweise steht im Focus seiner - oft schockierenden - Gedichte und Essays, die er vom Standpunkt des “verlorenen Sohnes” aus heftig kritisiert.
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CEMIL KAVUKCU (1951) der große Autor der leisen Töne schreibt faszinierend über Männer. Seine Helden sind Matrosen, Kapitäne, Beamte und kleine Angestellte - Männer aus dem wahren Leben. Kavukcu gestattet uns einen Blick in ihre unbekannten Seelen und lässt uns staunen. Eine große Entdeckung, ein beeindruckender Literat!
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CETIN ÖNER (1943) Preisgekrönter Schauspieler und Regisseur, erfolgreicher Buchautor, widmet sich in seinen Büchern meistens den Kindern und Jugendlichen. Selbst tscherkessischer Abstammung, thematisiert er oft die Flucht seines Volkes aus Russland und das Leben in der neuen Heimat Türkei. Authentisch und fesselnd.
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ILBER ORTAYLI (1947, Bregenz) Leiter des weltberühmten Topkapi Museums, Historiker und begnadeter Aufklärer. Seine Bücher und Artikel stellen die Geschichte der Türkei und Europas in ein neues Licht und beleuchten viele Aspekte des Lebens im Osmansichen Reich völlig neu. Er liefert viele fehlende Mosaiksteine zum Ergänzen des Bildes vom Ganzen.
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ERENDIZ ATASÜ I(1947) hre Denkbasis ist ein höchst ausgewogener, globaler Humanismus, der auf die Gleichberechtigung aller Menschen vertraut und diese zu verwriklichen entschlossen ist. Deshalb widmet sie sich verstärkt der Welt der einfachen Arbeitern, die sie sensibel schildert und den Eliten als Vorbild entgegenstellt.
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NERMIN ABADAN-UNAT (1922) Migration ist heute nicht mehr ein rückkehrbares Phänomen, sondern die Basis neuer Gesellschaften und neuer Identitäten. Die Autorin entwirft in ihren Büchern ein Zukunftsszenario, das nicht nur Politiker, sondern jeder Bürger kennen sollte, denn wir alle sind Betrof- fene. Mit Hass kommt man nicht weiter ...
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Y.D. BENGI (1977) Er wagt das beinahe Unmögliche und verbindet das literarisch “Triviale” mit profundem Wissen. Diese seltene Konstellation gibt ihre Schätze erst auf den zweiten Blick Preis: reale Geschichte aus uralten Zeiten lauert hinter “Mumienkämpfen”, bedeutende Erkenntnisse verbergen sich hinter banal wirkenden Geschichten.
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NURDAN GÜRBILEK (1956) Sie ist eine “Institution”, eine Literatur- und Kulturkritikerin der Türkei, die die verschobenen Grenzsteine an ihren Platz zurückstellt und zugleich ein verloren geglaubtes geistiges Gebiet absteckt, das - abgetan als “Orient” - viel zu lange mit einem diskrimi- nierenden Blick betrachtet wurde. Sie ist eine Leitfigur der Literaturszene.
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BEATRIX CANER (1954) Die meisten der oben aufgeführten Autoren sind oder waren ihre Freunde und wiesen ihr den Weg im Labyrinth der türkischen Literatur. Deren Wunsch, in Deutschland bekannt gemacht zu werden, motivierte sie zu dem Entschluss, einen Verlag zu gründen und die türkische Literatur im deutschen Sprachraum zu ver- breiten.
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